Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Studierende

Unterweisung

Erst- und Grundunterweisung für Studenten (s.u. universitätsinterne Informationen)

Spezifische arbeitsplatz- bzw. tätigkeitsbezogene Unterweisungen erfolgen durch das zuständige aufsichtsführende Betreuungspersonal (z.B. vor Praktika)

Tätigkeiten im Labor und Praktika

Gefährdungen durch Gefahrstoffe, Infektionen u./o. Arbeitsmittel

Unfallversicherungsschutz

Formulare: s. Unfallmeldewesen der MLU

Erläuterungen: s. GUV-SI 8083 (--> Unfallmeldewesen der MLU) u. Leitlinie u. -faden

Leitlinie Bildungsmaßnahme: Versicherungsschutz. DGUV u. SVLFG 19.03.2014_18.06.2014
Leitlinie Bildungsmassnahme  DGUV u. SVLFG 19.03.2014 überarbeitet  18.06.2014.pdf (368,9 KB)  vom 15.12.2015

Leitfaden für Praktikanten und Unternehmen
Praktikanten   BMAS 2011.pdf (950,2 KB)  vom 08.06.2015

Bei Auslandspraktika von Studierenden besteht in der Regel der Unfallversicherungsschutz über die Einschreibung bei der MLU nicht fort (Aussnahme:"Entsendung"). Es ist zu prüfen, ob der Praktikumsgeber oder die Gastuniversität die Studierenden versichern kann, falls nicht, ist eine private Versicherung empfehlenswert. Bei Unklarheiten sollte die Unfalkasse Sachsen-Anhalt (www.UKST.de) kontaktiert werden.

Vorschriften

Geltungsbereich der DGUV Vorschrift 1 – Inbezugnahme staatlichen Rechts

"Während das staatliche Arbeitsschutzrecht (ausschließlich) der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der „Beschäftigten bei der Arbeit“ dient und den „Arbeitgeber“ verpflichtet (§ 1 Absatz 1 Satz 1 Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG), gelten Unfallverhütungsvorschriften für „Unternehmer“ und „Versicherte“ (weiter Geltungsbereich, Pflichten des Unternehmers § 1 der DGUV Vorschrift 1). Kinder, Schüler und Studierende während des Besuchs der Einrichtung sowie ehrenamtlich Tätige etc. werden zwar als „Versicherte“ vom Schutzbereich des Rechts der Unfallversicherung (SGB VII) erfasst, im Regelfall nicht jedoch in den Geltungsbereich des staatlichen Arbeitsschutzrechts einbezogen.

Die Ermächtigungsgrundlage des § 15 Absatz 1 SGB VII bietet jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, die in staatlichen Arbeitsschutzvorschriften geregelten Sachverhalte zum Gegenstand von Unfallverhütungsvorschriften zu machen. Hiervon wurde in § 2 der DGUV Vorschrift 1 durch den Verweis auf staatliche Arbeitsschutzvorschriften Gebrauch gemacht. Dieser ermöglicht es, Doppelregelungen im staatlichen und im UVTRecht zu vermeiden. Aufgrund des weiten Geltungsbereiches der Unfallverhütungsvorschriften (UVV) werden zudem die in Bezug genommenen Inhalte des staatlichen Arbeitsschutzrechtes nicht nur im Hinblick auf die Beschäftigten, sondern vielmehr – über den „Umweg“ der UVV – auf alle übrigen Versicherten (§ 2 Nummer 2 ff. SGB VII) ausgedehnt. Damit werden die sich aus staatlichem Arbeitsschutzrecht ergebenden Pflichten über die Beschäftigten hinaus auch im Hinblick auf alle anderen Versichertengruppen zu Unternehmerpflichten. Auf diese Weise wird vermieden, in einer Vielzahl von UVVen dem staatlichen Recht möglicherweise nahezu identische Regelungen für die übrigen Versichertengruppen (über die „Beschäftigten“ hinaus) treffen zu müssen. Ziel dieser generellen Anwendung staatlichen Rechts ist letztendlich, Regelungslücken zu vermeiden, d. h. alle Versicherten unterliegen – sofern nicht spezielle Regelungen für bestimmte Versichertengruppen, z. B. im Bereich der Feuerwehren, bestehen – grundsätzlich denselben Rechtsvorschriften." DGUV Regel 100-001

Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Rechte und Pflichten der Beschäftigten und Studierenden (uniintern)

  • Die Beschäftigten und Studierenden sind berechtigt, dem oder der Verantwortlichen und/oder dem bzw. der zuständigen Sicherheitsbeauftragten Vorschläge zu allen Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit zu machen;
  • Die Beschäftigten und Studierenden sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des oder der Verantwortlichen für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und im Studium Sorge zu tragen. Sie haben auch für die Sicherheit und Gesundheit von Personen zu sorgen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen bei der Arbeit betroffen sind;
  • Sie haben insbesondere Maschinen, Geräte, Werkzeuge, Arbeitsstoffe, Transportmittel und sonstige Arbeitsmittel sowie Schutzvorrichtungen und die ihnen zur Verfügung gestellte persönliche Schutzausrüstung bestimmungsgemäß zu verwenden;
  • Beschäftigte und Studierende haben dem oder der Verantwortlichen jede von ihnen festgestellte unmittelbare Gefahr für Sicherheit und Gesundheit sowie jeden an den Schutzsystemen festgestellten Defekt unverzüglich zu melden;
  • ...
  • In Lehrveranstaltungen und bei der Durchführung von Studien-, Diplom-, Bachelor-, Master- und anderer Abschlussarbeiten sowie von Dissertationen hat der oder die Verantwortliche den Studierenden die für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz notwendigen Maßnahmen vorzugeben. Studierende haben sich an diese Anweisungen zu halten.

Auszug aus der Anweisung des Rektorats über den Vollzug von Rechtsvorschriften des Arbeits-, Gesundheits-, Brand- und Umweltschutzes an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 23.08.2010

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