Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Gefahrstoffe

Umgang mit Gefahrstoffen
Rechtsgrundlage:

  • Chemikaliengesetz (ChemG); §3, §19
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV);§3

Zielsetzung:

"...den Menschen vor arbeitsbedingten und sonstigen Gesundheitsgefahren und die Umwelt vor stoffbedingten Schädigungen zu schützen." (§1 GefStoffV)

Daraus leitet sich für den "Arbeitgeber" (nach unserem Verständnis an der Universität der jeweils verantwortliche Leiter) eine

  • Ermittlungspflicht: Feststellen der Stoffeigenschaften,
  • Überwachungspflicht: Beurteilen der Gefahren am Arbeitsplatz,
  • Schutzpflicht: Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer

ab.

Besonderheiten von Universitäten/Hochschulen

   * es ist eine große Anzahl von Gefahrstoffen in kleinen Einzelmengen vorhanden
   * in der Forschung werden Stoffe/Zubereitungen synthetisiert, deren Gefahrstoffeigenschaften noch unbekannt sind
   * ständig wechselnde Expositionsmengen/ -dauer für die Beschäftigten
   * Schwierigkeiten bei der Abstimmung zwischen Chemikalien-/Gefahrstoffrecht und Hochschulrecht (Stichwort: differenzierte Leitungsstruktur der Universität).

Wie ist ein Stoff als Gefahrstoff einzustufen ?

Bestandsaufnahme:

  • Bezeichnung des Stoffes/Handelsname
  • Hersteller
  • Bezeichnung des Arbeitsplatzes
  • Dauer/Menge des Stoffumganges

Informationsbeschaffung:

   * Stoff-/Sicherheitsdatenblätter
   * Stoffverzeichnisse
   * Fachliteratur
   * Herstellerangaben
   * Eigene Analysen

Gefahrenbewertung:

  • Kennzeichnung nach GefStoffV
  • Ermittlung des Gefährdungspotentials für die Beschäftigten
  • Verknüpfung mit verwandten Rechtsgebieten (z.B. Kennzeichnung nach Abfallrecht)

Wenn ein Stoff als Gefahrstoff eingestuft ist

  • Suche nach evtl. Ersatzstoffen
  • Einleiten von geeigneten Schutzmaßnahmen
  • Arbeitsplatzüberwachungen

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